Die Stadt Dülmen hat für das Stadtgebiet ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet und unterstreicht damit ihr Ziel, sich im Bereich der globalen Verantwortung im Klimaschutz auf lokaler Ebene zu engagieren. Die Stadt Dülmen ist bereits seit 2009 im Netzwerk kommunale Klimaschutzkonzepte aktiv und durfte sich im Jahr 2011 über die Auszeichnung mit dem European Energy Award freuen. Die Stadtverordnetenversammlung hat in ihrer Sitzung am 22.12.2011 einstimmig die Umsetzung des erarbeiteten Klimaschutzkonzeptes beschlossen.

Im Rahmen der aktuellen Klimaschutzinitiative hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgase und CO2-Emissionen bis 2020 um 40 % und stufenweise bis 2050 um 80-95 % bezogen auf das Niveau von 1990 zu senken. Aus dieser Initiative heraus fördert die Bundesregierung seit Mitte 2008 die Erstellung von kommunalen Klimaschutzkonzepten sowie die nachfolgende Begleitung bei der Umsetzung klimaschützender Maßnahmen in sozialen und öffentlichen Institutionen. Die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Dülmen ist im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), vertreten durch den Projektträger Jülich, gefördert worden.

Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Dülmen soll als Informations- und strategische Entscheidungsgrundlage und Planungshilfe dienen. Es zeigt auf, welche CO2-Minderungspotenziale vorhanden sind und welche Maßnahmen zur Verfügung stehen, um kurz-, mittel- und langfristig CO2-Emissionen einzusparen und Energieverbräuche zu senken. Die Projektabwicklung hat die energielenker projects GmbH aus Emsdetten übernommen. Sie stellte das Integrierte Klimaschutzkonzept in der Ratssitzung der Stadt Dülmen vor.

Für die Erstellung des Klimaschutzkonzepts wurde im ersten Schritt der Energieverbrauch auf dem gesamten Stadtgebiet für die v. g. Bereiche erhoben, um erstmalig für die Stadt Dülmen einen Ist-Stand der CO2-Emissionen darzustellen. Nach der Bestandaufnahme des Energieverbrauchs erfolgte die Analyse von Schwachstellen und Verbesserungspotentialen, nachfolgend die Identifizierung von fünf Handlungsfeldern: Bauen, Wohnen und Sanieren; Planen und ökologisches Bauen; Regenerative Energien und Energieumwandlung; Energieeffizienz in Unternehmen.

In einem weiteren Schritt wurden energie- und klimaschutzrelevante Projekte entwickelt. Dazu wurden in Workshops effektive und umsetzbare Projekte in den einzelnen Handlungsfeldern zur Verbesserung der regionalen Energie- und CO2-Bilanz erarbeitet und anschließend in einem Maßnahmenkatalog zusammengestellt. Begleitend wurden aus den Ergebnissen der Workshops Leitgedanken entwickelt und Leitziele für die Stadt Dülmen erarbeitet.

Durch die Umsetzung und Weiterentwicklung der erarbeiteten Maßnahmen wird ein hohes Maß an Energieeinsparung und -effizienzsteigerung und somit Reduzierung der CO2-Emissionen erreicht werden können. Um die Ergebnisse der durchgeführten Maßnahmen zu überprüfen und zu dokumentieren, ist der Aufbau eines Klimaschutz-Controllings erforderlich. Der Rat der Stadt Dülmen hat einstimmig beschlossen, einen Klimaschutzmanager zu beantragen, damit das Controlling durch den Klimaschutzmanager und die bereits vorhandenen energie- und klimapolitischen Strukturen des European Energy Award erfolgen kann. Die fachlich-inhaltliche Unterstützung für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes wird im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durch eine Personalressource gefördert.

Seit dem 01.04.2013 ist bei der Stadt Dülmen ein Klimaschutzmanager mit der fachlichen und inhaltlichen Unterstützung bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes betraut.

Weitere Informationen:

Zuständige Stelle

Umwelt- und Klimaschutz
Heinrich-Leggewie-Straße 13
48249 Dülmen

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