Grundsteuer

Die Grundsteuer wird aktuell getrennt nach Grundsteuer A (für Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft) und Grundsteuer B (für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude) erhoben.

Wie wird der Grundsteuerbetrag errechnet?

Die Höhe der Grundsteuer ist abhängig vom Grundsteuermessbetrag und vom Hebesatz.

Der Grundsteuermessbetrag errechnet sich aus dem Einheitswert und wird vom Finanzamt festgesetzt. Das Finanzamt entscheidet ebenfalls, wem das Eigentum zugerechnet wird und ab wann die Bewertung erfolgt. Damit ist das Finanzamt Ihr zuständiger Ansprechpartner, wenn es um die Höhe des Messbetrages geht.

Die Stadt Dülmen ist an diese Vorgaben gebunden. Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Dülmen beschließt einheitlich den Hebesatz für das gesamte Stadtgebiet. Die aktuellen Hebesätze betragen 234 % für Grundsteuer A und 495 % für Grundsteuer B (Stand 2019).

Aus dem Produkt von Grundsteuermessbetrag und Hebesatz errechnet sich die zu zahlende Grundsteuer.

Berechnungsbeispiel Grundsteuer A:
Messbetrag: 10,00 Euro
Hebesatz: 234 %
Grundsteuer A = 10,00 Euro x 234 % = 23,40 Euro

Berechnungsbeispiel Grundsteuer B:
Messbetrag: 100,00 Euro
Hebesatz: 495 %
Grundsteuer B = 100,00 Euro x 495 % = 495,00 Euro

Wann ist die Grundsteuer fällig?

Die Grundsteuer ist zu je einem Viertel des Jahresbetrages am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und am 15. November zu entrichten. Auf schriftlichen Antrag können die Quartalsfälligkeiten bei der Grundsteuer für das folgende Kalenderjahr in eine Jahresfälligkeit umgewandelt werden. Dann sind die gesamten Beträge zum 01. Juli des jeweiligen Jahres fällig. Der Antrag ist bis spätestens zum 30.09. des vorhergehenden Jahres zu stellen. Die im Abgabenbescheid ausgewiesenen Beträge sind zu den vorgenannten Fälligkeiten an die Finanzbuchhaltung der Stadt Dülmen unter Angabe des Kassenzeichens zu überweisen. Alternativ kann ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt werden.

Ich habe mein Eigentum verkauft. – Was muss ich tun?

Die Grundsteuer wird auf Basis der Angaben des Finanzamtes für jeweils ein Kalenderjahr festgesetzt (Jahressteuer). Maßgebend sind die Grundstücks- und Eigentumsverhältnisse zu Beginn eines Kalenderjahres.

Wird Grundbesitz (Grundstück, Wohnung oder Haus) verkauft, so bedeutet dies zunächst nach den Vorschriften des Grundsteuergesetzes, dass die Steuerpflicht erst zum Ablauf des Kalenderjahres auf den Neueigentümer über geht. Dies geschieht automatisch über Ihren Notar, das Grundbuchamt und letztendlich das Finanzamt.

Als zusätzlichen Service bietet die Stadt Dülmen an, die Grundsteuer (zusammen mit den zugehörigen Abgaben, wie Abfallbeseitigung, Entwässerung, Straßenreinigung etc.) taggenau zum Zeitpunkt des Lastenüberganges auf den Neueigentümer zu übertragen, solange dieser dem zustimmt.

Auf diese Weise zahlt der Verkäufer nur bis zum abgeschlossenen Verkauf an die Stadt Dülmen und bekommt dann von der Stadt Dülmen entsprechend der Vereinbarung mit dem Neueigentümer eine „Endabrechnung“ in Form eines Aufhebungsbescheides.

Der Neueigentümer erhält einen Grundbesitzabgabenbescheid für den Zeitraum ab dem vereinbarten Übergang. In der Regel ist im Kaufvertrag festgehalten, dass ab diesem Zeitpunkt der Käufer die Grundbesitzabgaben trägt. Die direkte Zahlung dieser Forderungen an die Stadt Dülmen erspart den Vertragsparteien eine privatrechtliche Abrechnung.

Sollten Sie von diesem Service Gebrauch machen wollen, sprechen Sie sich bitte frühzeitig mit der anderen Vertragspartei ab. Um eine schnellstmögliche Umschreibung zu ermöglichen, können Sie direkt gemeinsam mit dem Käufer das Formular zum unterjährigen Eigentumswechsel ausfüllen. Die Umschreibung erfolgt dann kurzfristig auf Basis Ihres beidseitigen Einverständnisses.

Wenn ein gemeinsames Ausfüllen des o. g. Formulars nicht möglich ist, bitten Sie den Neueigentümer, mit der Stadt Dülmen Kontakt aufzunehmen oder teilen Sie uns mit Hilfe des folgenden Assistenten die Kontaktdaten des Käufers mit: Änderungsanzeige jetzt vornehmen!

Was kommt durch die aktuell viel debattierte Grundsteuerreform auf mich zu?

Am 18. Oktober 2019 hat der Deutsche Bundestag eine Reform der Grundsteuer beschlossen. Nun steht noch die Annahme der Gesetze durch den Bundesrat an. Die Beschlussfassung ist für die nächste Bundesratsplenarsitzung vorgesehen (voraussichtlich 08.11.2019). Am 31. Dezember 2019 werden die beschlossenen Gesetze dann im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

Danach findet zunächst eine Neubewertung sämtlicher Objekte durch die zuständigen Finanzämter statt. Die Umsetzung der beschlossenen Reform geschieht aufgrund dessen innerhalb einer mehrjährigen Frist.

Zu gegebenem Zeitpunkt werden wir frühzeitig über die zu erwartenden Änderungen informieren.
Aktuell ist es nicht möglich, die Auswirkungen der Reform – erst recht im Einzelfall – vorherzusagen.
Entsprechend bitten wir Sie bis zur öffentlichen Bekanntmachung um Geduld und darum, von Anfragen bezüglich der Reform abzusehen.

 

Rechtsgrundlagen 

Es hilft Ihnen weiter

Zuständige Organisationseinheit

Finanzbuchhaltung

Markt 1
48249 Dülmen

E-Mail: finanzbuchhaltung@duelmen.de

Weiterführende Informationen