Solarpotentialkataster für die Stadt Dülmen

Solarpotentialkataster für Dülmen - externer LinkDie Landesregierung NRW hat sich zum Ziel gesetzt bis 2025 rund 30 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Hierfür unterstützend hat das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV) zu fünf verschiedenen erneuerbaren Energiearten Potentialstudien in Auftrag gegeben. Die Potenzialstudie Teil 2 - „Solarenergie“ zeigt, dass die Stadt Dülmen derzeit nur 1,1 Prozent seines gesamten technischen PV Potentials realisiert hat (2013 Dach und Freiflächen auf Gemeindeebene).

Die Stadt Dülmen verfolgt seit mehreren Jahren eine langfristige nachhaltige Energie- und Klimastrategie. Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept (IKK) im Jahr 2011 werden die Klimaschutzaktivitäten gestärkt und es wurde eine Zukunftsstrategie für den Energie- und Klimaschutz in Dülmen mit dem Ziel einer nachhaltigen, lokalen Klimaschutzarbeit von hoher Qualität entwickelt. Das Solarpotentialkataster ist ein Projekt aus dem IKK.
Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien in Dülmen ist von 8.758 MWh im Jahr 2009 auf 39.990 MWh im Jahre 2013 gestiegen. In 2013 wurden 17.213 MWh Strom von Solarstromanlagen (Photovoltaik) erzeugt. Rechnerisch können mit der in 2013 erzeugten Sonnenenergie 4.300 Haushalte (4.000 kWh/a) in Dülmen versorgt werden, was einer CO2-Vermeidung von rund 10.550 Tonnen entspricht.

Als ein Instrument mit geringer Investition und enormer Wirkung zur Förderung der solaren Nutzung hat sich ein flächendeckendes Solarpotenzialkataster bewährt. Das Solarpotenzialkataster unterstützt in zwei verschiedenen Modi (Einsteiger- und Expertenmodus) interessierte Bürgerinnen und Bürger, bei der Analyse, wie mit Hilfe der Sonne die Strom- und Gaskosten reduziert werden können.

Das Kataster gibt einen Hinweis darauf, ob die Dächer der Dülmener Bürgerinnen und Bürger für die Nutzung von Solarenergie geeignet sind. Hierbei kann einerseits Strom durch den Einsatz von Photovoltaik-Anlagen und andererseits Wärme durch den Einsatz von Solarthermie-Anlagen gewonnen werden. Das Solarpotenzialkataster gibt eine erste Einschätzung, wie viel m² eines Daches voraussichtlich für die Solarnutzung geeignet sind.

Ab Mai 2015 ist es den Nutzerinnen und Nutzern im Rahmen einer Programmaktualisierung zusätzlich möglich, spielerisch zu testen, wie sich durch den Einsatz eines Stromspeichers der Anteil des Eigenverbrauchs des selbst erzeugten Stroms erhöhen und sich dadurch die Wirtschaftlichkeit verbessern lässt.

Wichtig:
Der Blick in das Solarpotenzialkataster kann eine professionelle persönliche Beratung nicht ersetzen. Es müssen neben der Sonneneinstrahlung, der Dachausrichtung und der Verschattung auch Faktoren wie die Statik und der bauliche Zustand des zu bebauenden Daches berücksichtigt werden. Dies kann ein Luftbild nicht leisten.

Weder der Kreis Coesfeld als Herausgeber des Solarpotenzialkatasters, noch Mitarbeiter der Stadt Dülmen werden Bürgerinnen und Bürger besuchen, um ein Angebot für den Bau einer Solaranlage zu unterbreiten. Von sogenannten Haustürgeschäften ist dringend abzuraten.

Qualifizierten Expertenrat und lokale Ansprechpartner sind auch über die Seite der Initiative ALTBAUNEU bzw. bei der Dülmener Verbraucherzentrale zu finden.

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Zuständige Organisationseinheit

Umwelt- und Klimaschutz

Heinrich-Leggewie-Straße 13
48249 Dülmen

E-Mail: stadt@duelmen.de